VERMÄCHTNIS

Chestnut Hill

Im Januar 1908 zog Mrs. Eddy von Concord, New Hampshire, nach Chestnut Hill, Massachusetts. Hier gründete sie in den nächsten drei Jahren die Tageszeitung The ChristianScience Monitor, traf Maßnahmen für die christlich-wissenschaftliche Pflege, arbeitete an weiteren Revisionen von Wissenschaft und Gesundheit und vomKirchenhandbuch und vollendete die Sammlung für ihr späteres Werk Die Erste Kirche Christi, Wisenschaftler, und Verschiedenes.

Ende 1909 schritt sie ein, um einen bösen Streit zu schlichten, der die christlich-wissenschaftliche Bewegung in New York zu spalten drohte. Gegen Jahresende verbrachte sie einen Teil des Weihnachtstags, wie gewohnt, an ihrem Schreibtisch und ging mit ihrem Sekretär ihre Post durch.

Chestnut Hill Study Pleasant View, Concord, N. H.

1910 autorisierte Mrs. Eddy eine deutsche Übersetzung von Science and Health[Wissenschaft und Gesundheit], revidierte ihre kürzeren Schriften, schrieb mehrere Artikel (einschließlich eines prägnanten Aufsatzes über die korrekte Praxis der Christlichen Wissenschaft in einer Septemberausgabe der Wochenzeitschrift Sentinel) und schuf eine kleine Anthologie ihrer ausgewählten Gedichte. Obwohl Mary Baker Eddy nun in ihrem 90. Lebensjahr war und sich von der direkten Verwaltung der Kirche zurückzog,hatte sie dennoch eindeutig deren Führung inne.

In den letzten Tagen des Novembers 1910 kämpfte sie mit den Auswirkungen einer schweren Erkältung. Am 1. Dezember fuhr sie wie gewöhnlich in ihrer Kutsche aus. Nach ihrer Rückkehr setzte sie sich in einen bequemen Sessel in ihrem Arbeitszimmer. Nach einer Weile bat sie um einen Schreibblock und Bleistift und schrieb mit Nachdruck einen einzigen Satz nieder: „Gott ist mein Leben.“ Es war das Fazit eines Lebens, das um der Menschheit willen dieser Idee gewidmet war.

Chestnut Hill Desk

Am 3. Dezember starb sie in den Abendstunden. Ein Gedächtnisgottesdienst wurde am 8. Dezember in ihrem Haus abgehalten. Die Beerdigung fand im Mt. Auburn-Friedhof in Cambridge statt. An dieser Stelle steht heute ein Kreis von Säulen, die einen kleinen Teich überragen.

Als Teil ihres Vermächtnisses an die Welt wuchs die Praxis der Christlichen Wissenschaft weiter und ihr Erfolg ist heute, fast 150 Jahre später, durch Tausende von Zeugnissen körperlicher Heilungen und geistiger Erneuerung dokumentiert.